Der Kern der multifunktionalen Halle ist ein Bestandsbau, der 1977 zunächst als Drei- fachturnhalle gebaut und 1997 zu einer Mehrzweckhalle erweitert wurde.
Um diesen Kern wurde nach Abbruch des ehemaligen Eingangsbereiches an drei Seiten ein neuer mehrgeschossiger Anbau errichtet, der die optimale Erschließung aller Tribünen und Logenbereiche garantiert. Dieser Erschließungsgürtel, der sich auf der Westseite mit einer repräsentativen Glasfassade öffnet, stellt an der Südseite die Verbindung zu einer neuen zusätzlichen Zwei-Feld-Sporthalle und zum darüber liegenden großen Kongressbereich her. Einige Erschließungsbereiche sind großzügig erweitert und können unabhängig voneinander für verschiedene Veranstal- tungen, im unteren Bereich auch als Disko, ausgestattet mit einer Vielzahl von Theken, im oberen Bereich für z.B. Ausstellungen und Empfänge genutzt werden.
Auch bei großen Veranstaltungen bleibt hier in den Pausen genügend Platz für gepflegten Small Talk ohne Gedränge.
Besucher betreten das Gebäude über die große Eingangshalle, die sich über eine Höhe von drei angrenzenden Ebenen erstreckt und mit einer Galerie versehen ist, die vielerlei Blickkontakte ermöglicht. Eine repräsentative Treppenanlage führt von der untersten Ebene mit Tiefgarage und Garderobe über die Ebene mit der Haupterschließungs- und Eventzone bis hi- nauf in den Kongressbereich und zu den V.I.P.-Logen, die sich um den großen Hal- leninnenraum gruppieren. Alle Ebenen sind barrierefrei über eine zentrale Aufzugsanla- ge zugänglich.
Das Gebäude wurde in einer Stahlbeton- Skelettbauweise errichtet, die Fassade mit speziellen Sichtbeton-Sandwich-Elementen in Sandsteinoptik ausgeführt. Diese auf- wändige Art der Fassadenelemente mit ihren natürlichen Bestandteilen, deren Oberfläche souverän die hochwertige Aus- stattung der übrigen Bauteile ergänzt, trägt auch durch ihre dynamisch geschwungene Form die Merkmale der Funktionen nach außen, die Kultur und Sport vereinen: Dy- namik, Leidenschaft und Eleganz.
Hinter horizontalen Verschattungselemen- ten liegt die verglaste repräsentative Ein- gangshalle etwas zurückversetzt und bietet mit den dadurch entstehenden Vordachbe- reichen und ein würdiges Entree. Die elf Meter hohen Rundstützen in diesem Be- reich mit einem östlich angrenzenden Arkadengang lassen die oft beschworenen Assoziationen zu einem Handballtempel aufkommen. Der große Vorplatz, der von einem in gleicher Form geschwungenen Wasserbecken begrenzt wird, liegt genau gegenüber vom Haupteingang der Fach- hochschule und bildet gemeinsam mit diesem eine interessante städtebauliche Achse.
Außer allen Nebenräumen, die für die Schul- und Profisportnutzung erforderlich sind, wurden auch zusätzliche separate Gymnastik- und Kraftsporträume einge- plant. Angrenzend an den neuen über
900 qm großen teilbaren Saal für Kongres- se, Konzerte und Feiern gibt es einen se- paraten Küchenbereich, der die gastrono- mische Versorgung sicherstellt.