In 1991 zogen die amerikaner aus neu-ulm ab. der einst für die zivilbevölkerung unzugängliche militärische bereich öffnete sich. unter den nun zugänglichen gebäuden befand sich auch der wiley-club. ursprünglich als kantine für die niedrigen soldaten genutzt, kam er in den letzten jahren vor dem abzug nur noch für gelegentliche veranstaltungen zum einsatz. neben einer kleinen bühne und einer bar mussten den verfärbungen auf dem boden nach zu urteilen ...
... wahllos spielautomaten und billardtische im raum gestanden haben. der raum - ein verdunkeltes kubisches loch, orange-farbiger teppichboden, ein paar vertrocknete yukkapalmen und maggi-braune textilverkleidungen an wänden und decken. pläne zur renovierung der sanitären anlagen sowie der küche existierten bereits, da der wiley-club in seine ursprüngliche verwendung zurückgeführt werden sollte.
konzeptionelle zielsetzung war ein grosstädtisch, grosszügiger raum. angenehme zurückhaltung sollte einem bunten volk ...
... zur freiesten entfaltung anlass geben und platz für die eroberung zwischenmenschlichen raums bieten.
die realisierung bedurfte der entkernung. bei entfernung des fussbodens kam das urspüngliche eichenparkett zu vorschein. im lichthof wurden wieder fenster eingesetzt. die theke wurde als pendant zur bühne auf ein podest erhoben ...
... und aus ästhetischen gesichtpunkten in einer länge von 18 m realisiert. der lichthof wurde mit lamellen verkleidet was einerseits der schallabsorbtion dient und anderseits einen hauch karibischen flairs vermittelt.