TZ am 11.09.2009
der Franz ist bald Arbeitslos....
Der Kaiser als Löwen-Präsident?
Es hat in den vergangenen Jahren sicherlich schon schlechtere Alternativen an der Grünwalder Straße gegeben. Bei den Bayern jedenfalls hat der seit Freitag 64-Jährige bald nichts mehr zu tun. Den Posten des Aufsichtsratsvorsitzenden gibt Beckenbauer Ende des Jahres an Uli Hoeneß ab. Das wars dann.
Aber es gibt ja noch Manfred Stoffers. Der 1860-Geschäftsführer hat Beckenbauers Aussagen mit großer Freude gelesen und denkt ernsthaft daran, den Franz an die Grünwalder Straße zu lotsen. Allerdings nicht als Präsident, sondern, so Stoffers, als Sonderbeauftragten des TSV 1860.
Und darüber zerbreche er sich nicht erst seit Donnerstag, sondern schon seit längerer Zeit den Kopf. Stoffers: Beckenbauer wäre doch als edler Staatsman mit seiner Einsicht und viel Augenmaß genau der richtige Mann für Neuverhandlungen über die Arena-Kosten. Er ist der weise Mann des deutschen Fußballs und hat seine Wurzeln in München.
Manfred Stoffers Genauer gesagt sogar beim TSV 1860. Beckenbauer, der nach dem Krieg in Giesing und ganz in der Nähe des Sechzger-Stadions aufgewachsen ist, war bis zu seinem 13. Lebensjahr ein glühender Löwen-Fan, ehe er die inzwischen schon legendäre Watschn einfing. Erhalten hat er sie in einem Jugendspiel mit dem SC 1906 gegen den TSV 1860 von einem Spieler der Blauen. Aus lauter Wut floh der Franz daraufhin zum FC Bayern und nicht, wie er eigentlich vorgehabt hatte, zu den Löwen. Stoffers: Es hat Beckenbauer also im wahrsten Sinne des Wortes zu den Roten verschlagen. Dabei ist ein Kaiser doch ohnehin blaublütig, und für mich ist seine rote Phase immer schon viel zu lang gewesen.?