Mensch ist das Maß aller Dinge". Der Satz des antiken Sophisten Protagoras birgt heute noch viel Zündstoff in sich. Stets begleiteten diesen Satz Fragen nach einem maßvoll klug gestalteten Leben für den Einzelnen und nach dem gerechten verbindlichen Maß für die menschliche Gemeinschaft. Du bist NIE frei von der Welt, solange du einen Körper hast, einen bewohnst, ein solcher bist, je nach Lebensanschauung. Mensch ist auch nur ein Event in der Evolution der Natur, bzw. des Alles-was-ist?. Weil wir rationallogisch denken können, heißt das noch lange nicht, dass wir uns von der Natur, vom Körper, von ?der Welt? auch nur ansatzweise hätten emanzipieren können. Ja, individuell kann man ?im Leben sterben? ? in dem Sinne, dass die Ego-Interessen mal irgendwann katastrophal scheitern und nichts Anderes übrig bleibt. Meditations-Schulen versuchen, dieses Erleben abstrahiert/konkretisiert zu inszenieren, ganz ähnlich wie die Psychoanalyse, die in der ?Übertragung? ein Fahrzeug auf dem Weg zur Befreiung sah. Beide mit eher weniger Erfolg, trotz großer Beachtung/Rezeption.
Mir scheint: Es gilt nicht, ?frei von der Welt? zu werden, sondern diese Welt als Selbst zu erkennen.
Das erschließt dann erweiterte Wirkungsmöglichkeiten.